Habitat

Erosion

Im Bereich des Flughafens – an der mittleren Rollbahn – wurde im Verlauf des Baus der Rollbahn ein ca. 60 m * 50 m großer Standplatz gebaut. Dieser Platz ist von drei Seiten mit einem etwa 6 m hohen Sandwall eingegrenzt. Das Material dafür wurde beim Bau der Rollbahn gewonnen.

An und für sich eher unspektakular, bietet diese Wall aber ein schönes Beispiel für Bodenerosion.

Im Lauf der Jahre wuchsen an den Hängen Gräser und Flechten, es entwickelte sich Trockenrasen. Auftretende Verbuschung wurde weitgehend kurz gehalten. Erst nach Ende der Nutzung ab 1994 begannen sich Kiefern sowie Laubgehölze anzusiedeln.

Die ursprüngliche Höhe ist nur noch an wenigen Stellen vorhanden, deutlich sind die Auswaschungen zu sehen.

Interessant sind die vielen Löcher, in denen Wildbienen und Wespen leben.

Teufelssee

Der Teufelssee ist ein 0,9 ha großes Moor mit innenliegender freier Wasserfläche. Bereits 1937 im damaligen Freistaat Preußen wurde er als eines der ersten Gebiete zum Naturschutzgebiet erklärt.

Es handelt sich um ein schwingendes bzw. schwammsumpfiges Moor mit Torfmoos- und Wollgrasvegetation. Auf der freien Waserfläche finden sich große Krebsscherenwiesen, umliegend wird das Moor von Laubwald sowie Erlenbrüchen (Richtung Hegesee) begrenzt.

 

Soweit und schön, leider hat der heutige Zustand mit einem Naturschutzgebiet eher wenig zu tun, obwohl es bis heute als solches ausgewiesen ist.
Zu Zeiten der russischen Nutzung wurde der See als Müllkippe mißbraucht. Insbesondere Baumaterial aber auch Schrott und ähnlicher Müll wurden dort versenkt. Bereits 2011 gab es einen ersten Sanierungsversuch und diverse Tonnen Müll wurden entfernt.
In diesem Jahr wurden erneut Sanierungsmaßnahmen für über 240.000 € vorgenommen.

Nachfolgend sehen Sie einige Bilder von den Überresten, die aus dem See entfernt wurden.
Auf dem letzten Foto ist in Bildmitte übrigens sehr schön der Krebsscherenteppich zu sehen.