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Misteln

Details

Misteln sind seltsame Wesen.
Als Parasiten (genauer als Halbschmarotzer - klingt aber auch nicht besser) leben sie auf Bäumen. Wer kennt sie nicht, die dicken Eichen oder Buchen mit den vielen kugelförmigen Nestern, meistens in der Krone.
Gleichzeitig sind sie geheimnisumwittert,

für die Kelten und Germanen galt sie als Zeichen der Götter. Angeblich ernteten die Druiden Misteln nur mit einer güldenen Sichel. Wahrscheinlich mussten dabei dann die obligatorischen Jungfrauen im Mondeslicht tanzen oder jedenfalls so ähnlich.

Tatsache ist hingegen, daß Bestandteile der Mistel bis heute für medizinische Zwecke - wie z.B. für die Metastaseprophylaxe - verwendet werden.

Obwohl ich natürlich schon viele Misteln gesehen habe, konnte ich noch nie eine aus der Nähe betrachten.

Unlängst jedoch fand ich in der Umgebung der Versuchsstelle Hegesee eine Mistel in Kopfhöhe.

Sehr interessant, diese nette Pflanze mal ganz in Ruhre betrachten zu können.

Wie an den weissen Beeren erkannt werden kann, handelt es sich hier um ein Exemplar aus der Familie der Sandelholzgewächse, eine Weiße Mistel (Viscum album).

Möglicherweise um die Unterart der Kiefern-Mistel ((Viscum album subsp. austriacum). Dies schließe ich wenigstens aus der Tatsache, daß mein Exemplar auf einer solchen wächst.

Schön sind die Früchte der Mistel schon anzuschauen, sie erinnern mich an weisse Johannisbeeren.

Allerdings sollte auf den Genuß der Beeren verzichtet werden, diese sind wie die ganze Pflanze mehr oder weniger giftig.

Als letztes Bild hier noch die "Anzapfstelle" der Mistel an der Kiefer.