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Schmetterlinge

Wir erhielten von dem Schmetterlingsforscher Frank Rämisch folgenden Beitrag über seltene Schmetterlinge auf dem Sperenberger Flugplatz. Dafür an dieser Stelle vielen Dank.

Der ehemalige Flugplatz Sperenberg aus der Sicht des Lepidopterologen

Vor 20 Jahren endete nach Abzug der letzten Truppenteile die über viele Jahre währende militärische Nutzung der Luckenwalder Heide mit dem Militärflughafen Sperenberg. Seitdem hat sich vor allem am Rande der Start- und Rollbahnen eine bemerkenswerte Vegatation herausgebildet. Sie ist kennzeichnend für extrem nährstoffarme Sandböden und bietet durch die mittlerweilen fortgeschrittene Sukzession von Calluna-Heiden über Vorwaldstadien bis hin zu naturnahen Birken- und Espenwäldchen einen Querschnitt aller möglichen Biotope an. Gleichzeitig verbreiteten sich verschiedene Lepidoptera=(Schmetterlings)-Arten auf diesen Flächen, die heute in gut gefestigten Populationen das Gelände besiedeln. Es gibt aber auch in der unmittelbaren Umgebung des Flugfeldes wertvolle Habitate für Schmetterlingsarten, die zu den Wald,- Feuchtwiesen- und Moorbewohnern zählen.

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Misteln

Misteln sind seltsame Wesen.
Als Parasiten (genauer als Halbschmarotzer - klingt aber auch nicht besser) leben sie auf Bäumen. Wer kennt sie nicht, die dicken Eichen oder Buchen mit den vielen kugelförmigen Nestern, meistens in der Krone.
Gleichzeitig sind sie geheimnisumwittert,

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Erosion

Im Bereich des Flughafens - an der mittleren Rollbahn - wurde im Verlauf des Baus der Rollbahn ein ca. 60 m * 50 m großer Standplatz gebaut. Dieser Platz ist von drei Seiten mit einem etwa 6 m hohen Sandwall eingegrenzt. Das Material dafür wurde beim Bau der Rollbahn gewonnen.

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Teufelssee

Der Teufelssee ist ein 0,9 ha großes Moor mit innenliegender freier Wasserfläche. Bereits 1937 im damaligen Freistaat Preußen wurde er als eines der ersten Gebiete zum Naturschutzgebiet erklärt.

Es handelt sich um ein schwingendes bzw. schwammsumpfiges Moor mit Torfmoos- und Wollgrasvegetation. Auf der freien Waserfläche finden sich große Krebsscherenwiesen, umliegend wird das Moor von Laubwald sowie Erlenbrüchen (Richtung Hegesee) begrenzt.

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Natur

Die militärische Nutzung der Kum­mersdorfer Heide und des Breiten Steinbuschs begann bereits im Jahr 1875 mit der Errichtung zweier Schießbahnen von 12 und 7 km Län­ge. Deren Betrieb wurde nach 1945 weitgehend eingestellt und der größ­te Teil der Liegenschaft wurde der natürlichen Sukzession überlassen. Während der Zeit des Nationalsozia­lismus wurde der Standort zu einer der bedeutendsten Militärtechnik-Erprobungsstelle ausgebaut. Neben Militärtechnologie im engeren Sinne wurde hier auch an Eisenbahn-Tech­nologie, Kerntechnik und Raketen­technik geforscht. Nach 1945 wurden Teile des Areals von den sowjetischen Streitkräften genutzt. 1958 wurde bei Sperenberg mit dem Bau eines Mili­tärflughafens begonnen, der bis zum Abzug der Streitkräfte im Jahr 1994 in Betrieb war.

Es ist der militärischen Nutzung des Gebiets zu verdanken, dass sich die Kummersdorfer Heide und der Breite Steinbusch so vielfältig und in weiten Teilen ungestört entwickeln konnten. Das Gebiet blieb von Zerschneidung, Zersiedlung, Melioration und inten­siver landwirtschaftlicher Nutzung verschont. So konnte sich über viele Jahrzehnte eine großräurnige und zusammenhängende Landschaft mit vielen wichtigen Rückzugsräumen für seltene Arten entwickeln. Teilgebiete gehören zu den wenigen natürlich ge­wachsenen Wäldern in Deutschland

Natur- und Denkmalschutz kein Widerspruch

Aber die Kummersdorfer Heide und der Breite Steinbusch sind nicht nur für den Natur-, sondern auch für den Denkmalschutz interessant. Insbe­sondere aufgrund der weltweit bedeu­tenden Erprobungen für die Raketen­technik unter der Federführung von Wernher von Braun steht die gesamte Liegenschaft mit den ehemaligen Schießbahnen, Zielgebieten und Bun­kern unter Denkmalschutz. Heute ziehen Natur- und Denkmalschutz an einem Strang. Ein Beispiel hierfür sind alte Bunkeranlagen, die eine Art Ersatzfelsen für Pflanzen bilden. Auf ihnen ist beispielsweise der Braunstic­hlige Streifenfarn(Asplenium iricho­maneus) zu finden, der im Flachland ansonsten nur auf Mauern wächst. Et­liche Bunker sind heute auch wichtige Fledermausquartiere.

 

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