Schiffsgeschütze

Details

In der Heeresversuchsstelle wurden ja wirklich eine Menge Waffen getestet, nahezu ausschließlich aber Material des Heeres. Natürlich, es gab auch Ausnahmen. Aus dem Zeppelin-Luftschiff "Hansa" wurden kleine Bomben geworfen, von Döberitz flogen alte Wrigth-Doppeldecker an und sogar Seeminen wurden hier getestet. Eine derartige Attrappe aus Beton liegt ja auch vor dem Museum.

Und auch Schiffsgeschütze haben es hierher geschafft. So schreibt der letzte staatliche Berginspektor J.H. Liss folgendes über ein Fest im August 1885 in Sperenberg*:

 

Aus den umliegenden Nachbardörfern waren zahlreiche Gäste erschienen. Besonderes Aufsehen erregten viele Matrosen, die vom Schießplatz gekommen waren, wo damals eine größere Marineeinheit lag, die hier ihre Schiffsgeschütze ausprobierten.

 

Leider sind über nähere Umstände keine Einzelheiten bekannt.
Die Tests fanden natürlich noch auf der Schießbahn Ost statt. Aber auch auf der 1917 eröffneten Schießbahn West, genauer gesagt in der Nebenbatterie wurden Schiffsgeschütze getestet.

Leider fanden während der Zeit der sowjetischen Nutzung umfangreiche Erdarbeiten statt, so ist das Gebiet stark verändert. Die Jahreszahl 1903 auf der Eisenbahnschiene hat übrigens nichts zu sagen, die ist leider nicht aus der Zeit.

*Quelle: Heimatkalender für den Kreis Zossen, 1968