Schumannscher Turm

Details

Maximilian Schumann, im Jahre 1827 in Magdeburg geboren, war ein preussischer Ingenieroffizier, zuletzt aktiv im Rang eines Majors.
Schumann war bekannt für die Konstruktion von mobilen und festen Panzertürmen, Panzerkuppeln und -lafetten.

 

Auch in Kummersdorf wurde nach seinem Patent eine Panzerlafette gebaut.

Die Lafette wurde im Jahr 1882 gebaut und erfolgreich mit 21-cm Mörsergranaten beschossen.

Erfolgreich insoweit, als kaum Zerstörungen zu verzeichnen waren.

So vermeldet es die Zeitschrift "Stahl und Eisen", Zeitschrift für das deutsche Hüttenwesen vom Mai 1889.

so war z. B. 1882 die Versuchspanzerlafette des Oberstlieulenants Schumann bei Kummersdorf durch eine 21 - cm - Mörsergranate (ohne erheblichen Schaden) getroffen worden.

Trotz des Erfolges kam es zu keiner Verwendung der Panzerlafette durch die Kriegsverwaltung.
Am 4.August 1888 verlieh ihm Kaiser Wilhelm II. den Rang eines Oberstleutnant der 3. Ingenieursinspektion.

Die Bewaffnung der Turmlafette in Kummersdorf wurde demontiert, der bauliche Rest fristete das Dasein auf der Schießbahn Ost bis zum Ende des 2. Weltkrieges.

Nach dem Krieg wurde umherliegende Munition eingesammelt, im Turm gestapelt und zur Explosion gebracht. Dadurch wurde der Turm auseinandergerissen, die traurigen Überreste liegen bis heute so da, wie die unten stehenden Bilder es zeigen.

Quellen:

Militärwochenblatt Nr. 78 vom 11.September 1889
Stahl und Eisen", Zeitschrift für das deutsche Hüttenwesen vom Mai 1889, Seite 5.