Flugplatz Sperenberg

Details

Garnison Sperenberg

In der Zeit von 1958 bis 1960 baut die DDR für die GSSD als Ersatz für den bis dahin von den sowjetischen Streitkräften in der DDR genutzten Flugplatz Berlin – Schönefeld einen eigenen, in der Nähe von Wünsdorf gelegenen Militärflugplatz. Dazu bot sich das seit etwa 1900 bestehende Gelände der ehemaligen Eisenbahnpioniere in Sperenberg an.

Es erfolgte im ersten Bauabschnitt der Bau einer Start -und Landebahn von 2500 m Länge, sie wurde quer über die “Schießbahn Ost“ der Heeresversuchsstelle Kummersdorf errichtet. Des weiteren baute man Abstellflächen für Flugzeuge und Hubschrauber nebst den wichtigsten Betriebsgebäuden. Die Unterbringung des notwendigen Personals erfolgte in den gut erhaltenen, teilweise noch aus der Kaiserzeit vorhanden Kasernen und auf den im südlichen Teil der Garnison neu errichteten Wohnhäusern.

 Ein zweiter Bauabschnitt um 1965 wurde durch sowjetisches Personal in Eigenregie erledigt, es wurde ein einetagiger, unterirdischer Kommandostand errichtet.

Der dritte Bauabschnitt erfolgte von September 1972 bis 1. Mai 1975. Dabei wurden neben 2 Rollbahnen parallel zur SLB und vier Rollwegen quer dazu auch weitere Abstellplätze für Flugtechnik sowie ein Hangar für Reparaturen und Wartung gebaut. Auch im Wohngebiet erfolgte eine Erweiterung der Bebauung, Neben Schule, Bäckerei, Kulturhaus und Kfz-Park entstanden je nach Bedarf immer wieder zusätzliche Wohnbauten.

War anfangs ein gemischtes Fliegerregiment mit Passagier- und Transportflugzeugen sowie Hubschraubern stationiert (226.OSAP), kamen Mitte der 70-er Jahre noch eine Aufklärer-Fliegerabteilung ( 39.ORAO) hinzu. Mitte der 80-er wurde dann noch eine Hubschrauberstaffel (113.OVE) dorthin verlegt.

Am Abend des 06.09.1994 verließ die letzte Maschine der 226.OSAP den Flugplatz, die letzte Maschine überhaupt war am Morgen des 07.09.1994 eine AN 22 der russischen Armee.