113. OVE

Details

In der Mitte der 80-er Jahre wurde eine Hubschrauberstaffel, die 113. OVE in Sperenberg stationiert. Eine Ihrer Aufgaben war unter anderem der Transport von Material und Ausrüstung, aber auch die Beförderung von Personen.

Zu diesem Zweck standen unterschiedliche Hubschraubertypen zur Verfügung.

So waren Anfang der 90-er Jahre unter anderem 2 MI 6 Aja (Konstruktionsbüro Mil) als Nachrichtenzentrale bzw. Datenübermittlung ausgeführt.

Weiterhin waren mehrere MI 8T und MI 8 S sowie die baugleiche MI 9 im Einsatz. Die MI 8 T wurden 1992 gegen die verbesserten MI 8 MTW ausgewechselt, sie dienten hauptsächlich dem Lastentransport. Die MI 8 S, eine sogenannte Salon-Ausführung, wurde zur besonderem Personenbeförderung verwendet, sie hatte rechteckige Fenster und teilweise sogar eine Toilette an Bord (weißes Fenster). Die Mi 9 diente als Führungshubschrauber mit zusätzlicher Funkausrüstung.

Eine Besonderheit war eine von 2 in den GSSD eingesetzten MI 24 RCH, die Rote 44. Sie diente zur atomaren, biologischen und chemischen Aufklärung. Dazu hatte sie an beiden Stummelflügeln je drei Greifer, die damit genommenen Bodenproben konnten im bordeigenem Labor ausgewertet werden. Berühmtheit erlangte dieser Hubschraubertyp nach dem Reaktorunfall in Tschenobyl, wo mehrere Maschinen die radiologische Überwachung übernahmen.

Der Stab und die Mannschaften waren im „Soldatenstädtchen“ untergebracht, die höheren Dienstgrade wie üblich im „Offiziersstädtchen“.

Der Kommandoposten befand sich zwischen den beiden Rollbahnen, inmitten der Hubschrauber-Parkplätze. Er wurde erst 1984/85 erbaut.